Der Mehliskopf Turm – Ein Highlight im Nordschwarzwald

Der Mehliskopf-Turm zählt zu den ältesten Aussichtstürmen des Nordschwarzwalds und steht symbolisch für die Entwicklung der Wanderbewegung seit dem 19. Jahrhundert. Als immer mehr Menschen Erholung in der Natur suchten, entstanden im Schwarzwald Schutzhütten und Aussichtsanlagen, die einerseits neue Ausblicke boten und andererseits den Schutz der Landschaft sicherstellen sollten. Der Schwarzwaldverein, gegründet 1864, übernahm hierbei eine zentrale Rolle und entwickelte früh den Gedanken des Naturschutzes sowie der Besucherlenkung.

Im Jahr 1880 wurde auf dem Mehliskopf zunächst ein etwa 7,5 Meter hoher Steinturm aus Buntsandstein errichtet. Rasch erfreute er sich großer Beliebtheit, gleichzeitig setzten jedoch Vandalismus und Witterung dem Bauwerk erheblich zu. Mit großem Engagement ließ der Hundseck-Hotelier und spätere Wegwart des Schwarzwaldvereins, Andreas Hammer, den Turm im Jahr 1900 umfassend erneuern und um einen hölzernen Aufbau auf insgesamt 15 Meter erhöhen. Trotz mehrfacher Beschädigungen, unter anderem durch Blitzschlag im Jahr 1923 und der militärischen Nutzung während beider Weltkriege, blieb der Turm ein wichtiges Ziel für Wandernde.

1956 übernahm die Ortsgruppe Hornisgrinde die Sanierung, damit der Turm wieder verlässlich zugänglich blieb. Wegen erneuter Baufälligkeit musste jedoch 1971 der obere Holzaufbau abgetragen werden. Der massive Sockel blieb als Mahnmal stehen und wurde vor dem weiteren Verfall geschützt.

Mit dem 70-jährigen Jubiläum der Ortsgruppe im Jahr 1995 wurde der Beschluss gefasst, den Mehliskopfturm als kulturhistorisches Bauwerk zu bewahren. Zahlreiche Mitglieder des Schwarzwaldvereins, unterstützt von Gemeinden, Kurhäusern und Spendern, arbeiteten ab 1997 intensiv an der Restaurierung. 1998 und 1999 entstanden ein neuer hölzerner Turmaufsatz und eine langlebige Stahltreppe. Mehr als eintausend ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden dafür auf rund 1000 Metern Höhe geleistet. Am 16. Mai 1999 konnte der Turm feierlich wiedereröffnet werden.

Seit dem Orkan „Lothar“ im Dezember 1999 bietet der Mehliskopf-Turm wieder einen einzigartigen Rundumblick über die Höhen des Nordschwarzwalds, die Täler und die Rheinebene. Er steht für die Verbundenheit des Schwarzwaldvereins mit seiner Heimat, für gelebten Naturschutz und für die Tradition des Wanderns, die im Schwarzwald bis heute gepflegt wird.

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Der Friedrichsturm – Das Juwel der Badener Höhe

Der Friedrichsturm ist nicht nur ein herausragender Aussichtspunkt, sondern auch ein bedeutendes Wahrzeichen im Schwarzwald. Mit einer Höhe von 1.139 Metern über dem Meeresspiegel eröffnet der Turm atemberaubende Ausblicke auf die beeindruckende Landschaft des Nordschwarzwaldes und darüber hinaus. Wanderer und Naturliebhaber kommen hierher, um die Schönheit des Schwarzwalds zu erleben und die frische Luft zu genießen.

Geschichte und Bedeutung

Die Badener Höhe ist ein historischer Aussichtspunkt im Schwarzwald, der nicht nur für seine naturschöne Lage, sondern auch für seine kulturelle Bedeutung bekannt ist. Der Friedrichsturm, ein 27 Meter hoher Aussichtsturm aus dem Jahr 1900, bietet beeindruckende Panoramablicke auf die umliegenden Landschaften und erinnert an die traditionsreiche Verbindung der Region zur Natur.

Wandermöglichkeiten

Rund um den Friedrichsturm gibt es ein umfangreiches Netzwerk von Wanderwegen, die für alle Schwierigkeitsgrade geeignet sind. Die gut ausgeschilderten Routen führen durch dichte Wälder, über sanfte Hügel und bieten unvergessliche Ausblicke auf die idyllische Umgebung. Egal, ob Sie eine kurze Familienwanderung oder eine längere Tour planen, hier ist für jeden etwas dabei. Der Turm liegt außerdem auf dem bekannten Fernwanderweg Westweg.

Ihr Besuch am Friedrichsturm

Ein Besuch am Friedrichsturm ist ein Highlight für jeden Naturliebhaber. Der Turm ist leicht zum Beispiel von Herrenwies (Gemeinde Forbach) zu erreichen. Genießen Sie die spektakulären Ausblicke auf die umliegenden Berge und Täler – diese werden Ihnen unvergessliche Erinnerungen bescheren. Der Turm ist ganzjährig geöffnet und lädt dazu ein, die Schönheit des Schwarzwalds zu erkunden.

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Bismarckturm

Auf der Hornisgrinde wurden mit dem Hornisgrindeturm und dem Signalturm (Bismarckturm) zwei markante Türme erbaut, die häufig verwechselt werden:

Der 7 m hohe Bismarckturm steht in seiner jetzigen Form seit 1871 auf dem höchsten Punkt der Hornisgrinde – dem höchsten Berg des Nordschwarzwalds. Der ehemalige Signalturm befindet sich direkt auf der Gemarkungsgrenze der Gemeinden Sasbach und Sasbachwalden.

Der 23 m hohe Hornisgrindeturm wurde 1910 vom Badischen Schwarzwaldverein als Aussichtsturm am südlichen Ende des Hornisgrinde-Rückens errichtet. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts befand sich auf der Hornisgrinde ein hölzernes Pyramidensignal. Im Jahr 1822 wurde an gleicher Stelle ein 8 m hoher steinerner Turm mit quadratischem Grundriss (2,70 m x 2,70 m) errichtet, der der Badischen Landesvermessung als trigonometrischer Messpunkt dienen sollte. Das Bauwerk wurde genau an der Gemarkungsgrenze von Sasbach und Sasbachwalden erbaut. Die Hornisgrinde war Teil des Rheinischen Dreiecksnetzes der Triangulation.

Im Jahr 1869 wurde bei einer Untersuchung festgestellt, dass das Bauwerk aufgrund des sumpfigen Untergrundes keine präzisen Messergebnisse bei der Triangulation liefern konnte. Der Turm wurde daher bis auf die Grundmauer abgerissen. Im Jahr 1871 wurde an gleicher Stelle ein neuer steinerner Turm in gleicher Höhe und Breite errichtet. Als Kern des Turmes wurde ein 0,52 m x 0,52 m breiter Sandsteinpfeiler fest verankert, der von der Plattform des Turmes nach allen Seiten sichtbar war. Mittig des Pfeilers wurde ein Messingzylinder eingelassen, der den trigonometrischen Messpunkt exakt festlegte (1.175 m über NN). Auf dem Turmkopf wurden in allen vier Himmelsrichtungen im genau festgelegten Abstand (zwischen 1,2184 m und 1,3695 m) weitere Messzylinder installiert. Auf den gleichen Linien wurden im Abstand von knapp 20 m weitere Messzylinder auf dem Plateau des Berges in besonderen Fundamentquadern (je 0,50 m tief) eingelassen.

Dieses Bauwerk, das aus Bruch- und Mauersteinen errichtet worden ist, diente zunächst ausschließlich der Landesvermessung. Das Mauerwerk ist ca. 80 cm stark. Die offizielle Bezeichnung des Bauwerks war Signalturm.

Durch eine Initiative des Schwarzwaldvereins Achern wurde das Bauwerk im Jahr 1892 mittels einer leiterähnlichen Konstruktion mit Geländer zu einem Aussichtsturm auf der Hornisgrinde umgebaut.

Im Jahr 1999 wurde der Zustand des Gebäudes vom Sasbacher Architekten Romeo Sauer im Rahmen einer Inspektion untersucht. Aus dem Schadensbild wurden Vorschläge für die Sanierung des Signalturms erarbeitet.

Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten im Sommer/Herbst 2001 (Mauerwerk, Betonierung der Turmplatte, Reparatur des Geländers, Steinmetzarbeiten usw.) und der Montage einer Wendeltreppe (außen) konnte der etwa sieben Meter hohe Turm im gleichen Jahr wieder für Besucher geöffnet werden. Dank tatkräftiger Unterstützung des Schwarzwaldvereins gelang es dem Landesdenkmalamt Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit den betroffenen Kommunen, das historische Bauwerk nicht nur vor dem Verfall zu bewahren, sondern ihm auch seine Funktion als Aussichtspunkt über den Nordschwarzwald zurückzugeben.

Im Jahr 2005 mussten erste Vandalismusschäden, unter anderem am Geländer, beseitigt werden. An allen vier Seiten des Turmes wurden Edelstahl-Schautafeln mit Orientierungspunkten in alle Himmelsrichtungen angebracht, seitlich am Turm wurde eine Infotafel montiert. Das Bauwerk wird in Sasbach und Umgebung seit vielen Jahren „Bismarckturm“ genannt. Die Herkunft dieses Namens ist trotz Recherchen des Schwarzwaldvereins nicht mehr verifizierbar.

(Überblick abgeändert nach www.bismarcktuerme.de)


Die Infotafel am Turm

Seitdem der im Volksmund „Bismarckturm“ getaufte Aussichtsturm auf der Hornisgrinde dank der Initiative des Sasbacher Schwarzwaldvereins renoviert und für die Öffentlichkeit zugänglich ist, nützten schon zahllose Wanderer und Naturfreunde die Möglichkeit, von hier aus den Nordschwarzwald in alle Richtungen zu überblicken.

An der Südseite des Turmes befindet sich eine Informationstafel, die den zeitlichen Werdegang dieses technischen Kulturdenkmals beschreibt. Zudem laden rund um den Turm rustikale Bänke zum Verweilen ein. Die Verantwortlichen des Schwarzwaldvereins um die Vorsitzende Gisela Höß komplettieren damit an der höchsten Stelle des Hornisgrinderückens – wo auch die Gemeindegrenzen von Sasbach und Sasbachwalden aufeinandertreffen – einen der markantesten Aussichtspunkte im Nordschwarzwald.

Der Text auf der Informationstafel weist darauf hin, dass die Hornisgrinde auch im 20. Jahrhundert ihre Bedeutung für die Vermessung in Baden-Württemberg behielt und seither als Anschlusspunkt von Katastervermessungen genutzt wird. Das engagierte Rentnertrio Alois Wilhelm, Josef Kurz und Ernst Weh opferten viele Stunden Freizeit, damit Wanderer auf der Hornisgrinde Aussicht genießen, Rast einlegen und sich informieren können.

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