Neue Heimat für Fledermäuse im Mehliskopfturm – Stadt Bühl und Schwarzwaldverein Ortsverein Hornisgrinde kooperieren

Bühl – Der Mehliskopfturm, ein Wahrzeichen auf der Gemarkung Bühl, soll Fledermäusen aus der Ruine Hundseck eine neue Heimat bieten. Der Schwarzwaldverein Ortsverein Hornisgrinde als Eigentümer des Turms hat gemeinsam mit der Stadt Bühl eine Lösung erarbeitet, um den Schutz der Tiere zu gewährleisten.

In den vergangenen Wochen gab es zwei Zeitungsberichte zum Thema Fledermäuse und die Ruine Hundseck. Nun hat sich die Stadt Bühl erneut an den Schwarzwaldverein Ortsverein Hornisgrinde gewandt, um den Mehliskopfturm als möglichen Ersatzlebensraum für die Tiere aus der Ruine Hundseck zu nutzen. In einem persönlichen Gespräch mit dem Bauamt Bühl wurden die geplanten Umbaumaßnahmen detailliert vorgestellt.

Artenschutz im Fokus – Stadt Bühl übernimmt Kosten

Der geplante Umbau sieht vor, eine zusätzliche Schicht aus Holzlatten über die bestehende Dachlattung des Turms einzuziehen. Diese Maßnahme soll den Fledermäusen einen geschützten Bereich bieten und ihre Ansiedlung erleichtern. Die Bauarbeiten sollen bis Ende März abgeschlossen sein.

„Es ist eine gute Lösung, um den Artenschutz zu fördern, ohne den Turm oder dessen Nutzung einzuschränken“, so die Vorstandschaft des Schwarzwaldvereins Hornisgrinde.

Die Stadt Bühl hat bereits zugesagt, die Kosten für den Umbau zu übernehmen. Zudem wird sie sich künftig auch um notwendige Renovierungen im Bereich des Fledermausschutzes kümmern. Ein Bauantrag ist nicht erforderlich, und das Denkmalamt hat dem Vorhaben bereits zugestimmt.

Abriss der Ruine Hundseck weiterhin offen

Während die Fledermäuse eine neue Heimat im Mehliskopfturm finden sollen, bleibt die Zukunft der Ruine Hundseck ungewiss. Der Schwarzwaldverein Ortsverein Hornisgrinde betont, dass er sich nicht gegen die Artenschutzmaßnahmen stellt, sondern darin eine Chance für eine nachhaltige Lösung sieht.

Allerdings dürfe der Abriss der stark verfallenen Ruine nicht an finanziellen Hürden scheitern. Die Vorstandschaft appelliert daher an die politischen Vertreter der Kommunen Bühl und Ottersweier, gemeinsam eine Lösung zu finden und die nötigen Gelder für den Abriss bereitzustellen.

„Wir fordern die Entscheidungsträger aus Bühl und Ottersweier auf, sich an einen Tisch zu setzen und eine tragfähige Finanzierung sicherzustellen, damit die Ruine Hundseck endlich abgerissen werden kann“, so der kommissarischer Vorstand Thorsten Trey

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